Metamorphose - Von der Raupe zum Schmetterling

 

Keine leichte Angelegenheit.

Aber das verrät uns niemand. ;-)
Wir sehen meist nur das Ergebnis und wünschen uns oft, es könnte in unserem Leben genau so einfach funktionieren.Rein in den Kokon mit allem Trägen, Schweren, Langsamen und raus steigen als freier, glänzender wunderschöner Schmetterling!

 

Aber hast du dich schon mal gefragt, was eigentlich in der Dunkelheit geschieht, in der Phase, in der aus einer dicken, trägen Raupe ein zarter, bunter, leuchtender Schmetterling wird?

Von außen kann man da nicht viel sehen.

Die Raupe ist dick und reif, sie bindet sich fest, streift ihre Haut ab und es entsteht der Kokon oder sie baut sich einen um sich herum, in dem sie meist auch überwintert.

 

Aber was geschieht im Kokon?

Wie funktioniert es, dass aus einer Raupe, einem weichen Kriechtier, ein Schmetterling wird? Mit Beinen, Fühlern, Flügeln? Etwas völlig anderes?

 

Auf der zellulären Ebene ist dieses Stadium buchstäblich Krieg.

Die neuen Schmetterlingszellen werden von den alten Raupenzellen angegriffen und als Fremdkörper erkannt und vernichtet. So lange, bis die Schmetterlingszellen sich immer weiter vermehren und schließlich beginnen, den Raupenkörper umzugestalten. Das ist kein leichtes Stadium!


 

Vielleicht kennst du das in deinem eigenen Leben?

 

Da hast wieder ein Stück von dir selbst entdeckt, etwas Neues, Lebendiges, dich wieder ein Stück weiter dem Schmetterling in dir angenähert, aber im Alltag scheint es kein Durchkommen damit zu geben.

In der Arbeit, die Kinder, der Partner, keiner sieht es, die Welt um dich scheint gegen dich zu sein.

Es braucht deine ganze Kraft und deinen Fokus, mit der neuen Schmetterlingsenergie zu sein und zu vertrauen, dass da noch mehr dazu kommt!

Und so wie auch wir als Menschen in der Dunkelheit und alleine zu dem reifen, wer wir sind, so steht auch am Ende ein Schmetterling. Etwas, was es vorher noch nicht gab.

Es braucht viel Vertrauen!

Und das Wissen, dass in uns und um uns auf der Erde der Krieg tobt, zwischen dem Alten und dem Neuen und das ist ok so. Das Neue, das was wir wirklich sind und geboren werden will, ist schon da!

Es war von Anfang an in uns und brauchte genau diesen Reifungsprozess.

 


 

Und wenn auch du vielleicht gerade in einer Phase steckst, in der du deinen eigenen Weg nicht erkennen kannst, verzweifelst oder dich verloren fühlst:

 

Vertrau dem Prozess!

Vertrau dem Leben!

Und sei gut zu dir!

 

Denn für die meisten Teile, aus denen du zusammengesetzt bist, ist diese Metamorphose buchstäblich ein Sterben und das ist nicht leicht.

Es braucht Hingabe, Vertrauen, Selbstliebe und Menschen um dich, die dich verstehen, begleiten und halten in dieser wahrlich herausfordernden Zeit des Loslassens.

 

Und auch die Geburt, das letzte Herausquetschen aus dem Kokon, ist kein Leichtes.
Ein Schmetterling muss sich ganz schön plagen und es aus eigener Kraft schaffen.

Erst dann kann er genug Luft in seine Flügel pumpen und sie trocknen lassen, um zu fliegen.

Ein unglaublich verletzlicher Moment - weich, flugunfähig und vollkommen ungeschützt.

Voll Vertrauen, dass das Leben ihn sicher hält und willkommen heißt als Schmetterling.

Und genau dieses Vertrauen ist gefragt in unseren eigenen Metamorphose-Prozessen im Leben.

Es geschieht nicht von einem Moment zum nächsten.

Nein, es ist ein oftmals schmerzvoller, langer Prozess, der sich mehr nach Krieg als nach Leichtigkeit anfühlt.


 

Aber am Ende schlüpt der Schmetterling!

Das verspreche ich dir!

 

Denn das, was du wirklich bist, ist immer in dir!
Deine wahre menschliche Natur hat sich nicht geirrt.

 

Ich freue mich darauf, dich zu begleiten in deiner Geburtsphase als Schmetterling um danach gemeinsam mit dir durch die Welt zu flattern!

 

Herzensgrüße

Alexandra